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Fixzins oder variabler Zins?

Die wichtigste Entscheidung beim Wohnkredit ist oft nicht die Bank, sondern die Zinsform. Sie bestimmt, wie stark sich Ihre Rate in den nächsten Jahren verändern kann.

Kurz erklärt

Die drei Varianten

Fixzins: Der Zinssatz ist für eine vereinbarte Zeit festgeschrieben, zum Beispiel 10, 15, 20 Jahre oder die ganze Laufzeit. Ihre Rate bleibt in dieser Zeit gleich, egal was am Markt passiert.

Variabler Zins: Der Zinssatz setzt sich aus einem Referenzzinssatz, meist dem Euribor, und einem fixen Aufschlag der Bank zusammen. Steigt oder fällt der Euribor, ändert sich Ihre Rate mit.

Mischform: Ein Teil des Kredits läuft fix, ein Teil variabel. Oder es gibt zuerst eine Fixzinsphase und danach einen variablen Zins. So lassen sich Planbarkeit und Flexibilität kombinieren.

Was beim Zurückzahlen gilt

Mit variablem Zins können Sie jederzeit ohne Entschädigung zurückzahlen. In einer Fixzinsphase darf die Bank für eine vorzeitige Rückzahlung eine Entschädigung verlangen – höchstens 1 % des zurückgezahlten Betrags, bei weniger als einem Jahr Restlaufzeit höchstens 0,5 %. Bis 10.000 € innerhalb von zwölf Monaten sind auch bei Fixzins entschädigungsfrei.

Wer also mit einer Erbschaft, einem Bonus oder dem Verkauf einer anderen Immobilie rechnet, sollte das bei der Wahl der Zinsform mitdenken.

Ehrlich eingeschätzt

Wann es Sinn macht – und wann nicht

Sinnvoll, wenn …

  • Fixzins passt, wenn Ihr Budget wenig Spielraum hat und Sie eine planbare Rate brauchen
  • Fixzins passt, wenn Sie lange Ruhe vor Zinsänderungen wollen – etwa bei Familiengründung oder fixem Einkommen
  • Variabel passt, wenn Sie größere Sondertilgungen planen oder den Kredit bald zurückzahlen wollen
  • Variabel passt, wenn Ihr Budget auch höhere Raten verkraftet

Eher nicht, wenn …

  • Variabel ist riskant, wenn schon eine moderate Zinserhöhung die Rate untragbar machen würde
  • Lange Fixzinsbindung ist weniger sinnvoll, wenn ein Verkauf in wenigen Jahren wahrscheinlich ist
  • Kurze Fixzinsbindung verschiebt das Risiko nur nach hinten – entscheidend ist, was danach passiert
Aus der Praxis

Beispiele

Junge Familie mit knappem Budget

Ausgangslage

Ein Elternteil ist in Karenz, die Rate soll auf Jahre planbar bleiben.

So gehen wir vor

Hier empfehlen wir meist eine lange Fixzinsbindung. Sie kostet anfangs oft etwas mehr als ein variabler Zins, schützt aber davor, dass eine Zinswende das Familienbudget sprengt.

Anleger mit erwarteter Sonderzahlung

Ausgangslage

Ein Käufer rechnet in drei Jahren mit dem Verkauf einer geerbten Wohnung und will dann einen großen Teil zurückzahlen.

So gehen wir vor

Hier kann eine Mischform sinnvoll sein: der Betrag, der früh zurückgezahlt wird, variabel – entschädigungsfrei tilgbar –, der Rest mit Fixzins.

Ruhe gegen Aufpreis

Ausgangslage

Ein Paar schwankt zwischen 10 und 20 Jahren Zinsbindung.

So gehen wir vor

Wir legen beide Angebote nebeneinander und rechnen, wie hoch der Zins nach 10 Jahren steigen dürfte, damit sich die längere Bindung nicht lohnt. So wird aus dem Bauchgefühl eine nachvollziehbare Entscheidung.

Musterfälle zur Veranschaulichung – vereinfacht, keine echten Kundendaten und keine Angebote.

Unsere Arbeit

Worauf wir achten

  • Zinsbindung passend zu Lebensplanung und Budget
  • Stresstest: Was passiert mit der Rate, wenn die Zinsen steigen?
  • Höhe des Aufschlags beim variablen Zins und die Regeln für seine Anpassung
  • Möglichkeiten für kostenfreie Sondertilgungen
  • Was nach Ende der Fixzinsphase gilt
Unverbindlich anfragen

Wir rechnen Ihre Situation durch

Schreiben Sie uns kurz, was Sie vorhaben. Wir melden uns mit einer ersten Einschätzung und einem Terminvorschlag. Das Erstgespräch ist kostenlos.

Häufige Fragen

Fixzins oder variabler Zins? – kurz erklärt

Ist Fixzins immer teurer?
Nicht immer. Meist ist der Fixzins zu Beginn etwas höher als ein variabler Zins, weil die Bank das Zinsänderungsrisiko übernimmt. Je nach Marktlage kann es aber auch umgekehrt sein.
Was ist der Euribor?
Der Euribor ist der Zinssatz, zu dem sich Banken im Euroraum gegenseitig Geld leihen. Viele variable Kredite orientieren sich am 3- oder 6-Monats-Euribor. Dazu kommt ein fixer Aufschlag der Bank.
Kann ich später von variabel auf fix wechseln?
Häufig ja – entweder über eine Vereinbarung mit der eigenen Bank oder über eine Umschuldung. Die Konditionen richten sich dann nach dem Zinsniveau zum Zeitpunkt des Wechsels.
Was passiert nach Ende der Fixzinsphase?
Je nach Vertrag läuft der Kredit variabel weiter oder Sie vereinbaren eine neue Zinsbindung. Das ist ein guter Zeitpunkt, Angebote anderer Banken zu vergleichen.
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Hinweis: Pecunia vermittelt Kredite und Leasingverträge, vergibt selbst aber keine Kredite. Die Entscheidung über die Finanzierung und die Konditionen trifft die jeweilige Bank oder Leasinggesellschaft. Die Beispiele sind vereinfachte Musterfälle zur Veranschaulichung, keine Angebote. Steuerliche Fragen klären Sie bitte mit Ihrem Steuerberater. Vor Abschluss erhalten Sie alle gesetzlich vorgeschriebenen Informationen zu Kosten, Laufzeit und effektivem Jahreszins sowie zu einer allfälligen Vergütung, die Pecunia für die Vermittlung erhält.

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