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Private Unfallversicherung in Österreich

Die gesetzliche Unfallversicherung schützt bei Arbeits- und Wegunfällen. Die meisten Unfälle passieren aber in der Freizeit, im Haushalt und beim Sport – und dort greift nur eine private Unfallversicherung. Pecunia vergleicht als unabhängiger Versicherungsmakler in Wien die Tarife mehrerer Versicherer und erklärt Ihnen, worauf es wirklich ankommt.

Die Lücke

Warum die gesetzliche Unfallversicherung nicht reicht

Rund drei Viertel aller Unfälle in Österreich passieren laut Unfallbilanz des Kuratoriums für Verkehrssicherheit im Haushalt, in der Freizeit und beim Sport – also außerhalb des gesetzlichen Schutzes der AUVA.

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Haushalt und Freizeit

Sturz von der Leiter, Schnittverletzung in der Küche, Treppensturz: Die meisten Unfälle passieren zu Hause – und sind gesetzlich nicht versichert.

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Sport

Skifahren, Radfahren, Fußball, Bergwandern: Freizeitsport ist die zweitgrößte Unfallquelle. Hier zählt, ob Ihr Tarif die Sportart einschließt und wie er Bergung und Rücktransport regelt.

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Erst ab 20 % Invalidität

Die AUVA-Versehrtenrente gibt es erst ab einer Minderung der Erwerbsfähigkeit von 20 % – und nur für Arbeits- und Wegunfälle. Darunter bleibt gesetzlich nichts.

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Bleibende Folgen kosten Geld

Umbau der Wohnung, Umschulung, Einkommensverlust, Hilfe im Alltag: Eine dauernde Invalidität verändert das Leben – und die Finanzen. Genau dafür ist die private Unfallversicherung da.

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Kinder und Familie

Kinder sind gesetzlich nur in Kindergarten und Schule unfallversichert. Eine Familienunfallversicherung deckt alle Familienmitglieder rund um die Uhr – oft günstiger als Einzelverträge.

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Pension und Selbstständigkeit

Wer nicht mehr erwerbstätig ist oder als Selbstständiger nicht pflichtversichert ist, hat ohne private Polizze bei keinem Unfall Anspruch auf eine Invaliditätsleistung.

Worauf es ankommt

Diese Punkte prüfen wir bei jeder Unfallversicherung

Unfallversicherung ist nicht gleich Unfallversicherung. Die Prämie sagt wenig darüber aus, was im Ernstfall tatsächlich ausbezahlt wird – die Bedingungen entscheiden.

  • Versicherungssumme für dauernde Invalidität: das Kernstück. Sie sollte so bemessen sein, dass ein Umbau der Wohnung, eine Umschulung und ein längerer Einkommensausfall finanzierbar bleiben.
  • Gliedertaxe: Sie legt fest, welcher Invaliditätsgrad für den Verlust oder die Funktionsunfähigkeit eines Körperteils angesetzt wird. Die Prozentsätze unterscheiden sich je nach Versicherer deutlich.
  • Progression: Bei hohen Invaliditätsgraden zahlt der Tarif ein Vielfaches der Grundsumme. Eine Progression von 300 % oder mehr sichert genau die schweren Fälle ab, in denen es am meisten braucht.
  • Mitwirkungsanteil von Krankheiten: Marktüblich werden Vorerkrankungen ab einem Anteil von 25 % leistungsmindernd berücksichtigt. Gute Tarife setzen die Schwelle höher oder verzichten darauf.
  • Fristen: Invalidität muss innerhalb bestimmter Fristen eingetreten und ärztlich festgestellt sein – je nach Bedingungswerk 15, 18 oder 24 Monate. Längere Fristen sind besser.
  • Alkoholklausel und erhöhte Kraftanstrengung: Bis zu welchem Promillewert (häufig 0,8 oder 1,5 ‰) besteht Schutz? Sind Verletzungen durch erhöhte Kraftanstrengung – etwa ein Sehnenriss beim Heben – mitversichert?
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Leistungsbausteine

Was eine private Unfallversicherung leisten kann

Neben der Invaliditätsleistung gibt es Bausteine, die je nach Lebenssituation sinnvoll sind – oder überflüssig. Wir stellen den Tarif so zusammen, dass Sie für das zahlen, was Sie brauchen.

Dauernde Invalidität

Einmalzahlung bei bleibenden Unfallfolgen, abhängig von Invaliditätsgrad, Gliedertaxe und Progression. Der wichtigste Baustein – hier sollte die Summe nicht zu knapp sein.

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Unfallrente

Monatliche Rente ab einem bestimmten Invaliditätsgrad, meist ab 50 %. Sinnvoll als Ergänzung, wenn ein dauerhafter Einkommensausfall abgesichert werden soll.

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Spitalgeld und Taggeld

Tagespauschalen bei stationärem Aufenthalt oder Arbeitsunfähigkeit. Für Selbstständige oft wichtig, für Angestellte mit Entgeltfortzahlung meist verzichtbar.

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Bergungs- und Rücktransportkosten

Hubschrauberbergung am Berg oder Rücktransport aus dem Ausland kosten schnell mehrere tausend Euro. Die Höhe der versicherten Kosten unterscheidet sich stark.

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Unfallkosten

Kosmetische Operationen, Zahnersatz, Heilbehandlungen, die die Krankenkasse nicht übernimmt – als Ergänzung zum gesetzlichen Schutz.

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Todesfallleistung

Einmalzahlung an die Hinterbliebenen bei Unfalltod. Bei Familien mit Kindern oder laufenden Krediten ein sinnvoller, meist günstiger Baustein.

Hinweis: Steuerliche Behandlung von Unfallrenten und die genauen Bedingungen einzelner Tarife klären wir im Beratungsgespräch anhand der jeweils aktuellen Rechtslage und Versicherungsbedingungen. Diese Seite ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Häufige Fragen

Private Unfallversicherung kurz erklärt

Brauche ich eine private Unfallversicherung, wenn ich angestellt bin?
Die gesetzliche Unfallversicherung über die AUVA gilt nur für Arbeitsunfälle, Wegunfälle und Berufskrankheiten. Unfälle in der Freizeit, im Haushalt oder beim Sport – der weitaus größere Teil – sind nicht erfasst. Eine Versehrtenrente gibt es zudem erst ab 20 % Minderung der Erwerbsfähigkeit. Wer bleibende Unfallfolgen finanziell abfedern will, braucht eine private Polizze.
Was ist der Unterschied zwischen Unfall- und Berufsunfähigkeitsversicherung?
Die Unfallversicherung leistet nur bei Unfällen. Die Berufsunfähigkeitsversicherung leistet, wenn Sie Ihren Beruf aus gesundheitlichen Gründen nicht mehr ausüben können – egal ob durch Unfall oder Krankheit. Krankheiten sind statistisch die häufigere Ursache für Berufsunfähigkeit. Beide Versicherungen ergänzen sich; welche Kombination für Sie passt, hängt von Beruf, Alter und Budget ab.
Was bedeutet Gliedertaxe?
Die Gliedertaxe ist eine Tabelle in den Versicherungsbedingungen, die jedem Körperteil einen festen Invaliditätsgrad zuordnet – etwa für den Verlust eines Daumens, eines Beins oder des Sehvermögens eines Auges. Aus diesem Prozentsatz und der Versicherungssumme ergibt sich die Leistung. Weil die Tabellen je nach Versicherer unterschiedlich sind, kann derselbe Unfall bei gleicher Versicherungssumme sehr unterschiedliche Auszahlungen ergeben.
Sind Sportunfälle mitversichert?
Grundsätzlich ja, aber mit Ausnahmen: Motorsport, Extremsportarten, Wettkämpfe oder bezahlter Sport sind häufig ausgeschlossen oder nur gegen Zuschlag versicherbar. Bei Bergsport ist zusätzlich die Höhe der versicherten Bergungskosten wichtig. Wir prüfen, ob Ihre Sportarten im Tarif enthalten sind.
Was kostet eine private Unfallversicherung?
Die Prämie hängt von Versicherungssumme, Progression, Bausteinen, Beruf und Alter ab. Ein solider Schutz für eine Einzelperson beginnt bei wenigen Euro pro Monat; Familientarife sind im Verhältnis oft günstiger. Konkrete Prämien nennen wir Ihnen nach einem kurzen Gespräch anhand aktueller Angebote – ohne Verpflichtung.

Wissen Sie, was Ihre Unfallversicherung im Ernstfall zahlt?

Lassen Sie Ihre bestehende Polizze unabhängig prüfen oder ein Angebot mit den passenden Bausteinen erstellen – kostenlos, unverbindlich und verständlich erklärt.

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