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Private Krankenversicherung und Zusatzversicherung in Österreich

Sonderklasse im Spital, freie Arztwahl, Wahlarztkosten, Zahnersatz: Eine private Krankenversicherung ergänzt die gesetzliche Krankenversicherung – sie ersetzt sie nicht. Pecunia vergleicht als unabhängiger Versicherungsmakler in Wien die Tarife mehrerer Versicherer und sagt Ihnen ehrlich, was die einzelnen Bausteine kosten und was sie bringen.

Das System

Gesetzlich versichert – und trotzdem privat zahlen?

In Österreich sind praktisch alle Menschen gesetzlich krankenversichert. Die private Krankenversicherung ist deshalb keine Alternative, sondern eine Ergänzung für die Bereiche, die die Kasse nicht oder nur teilweise übernimmt.

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Sonderklasse im Spital

Ein- oder Zweibettzimmer, freie Wahl des behandelnden Arztes, oft auch freie Wahl des Spitals – österreichweit oder auf Wien und ein Bundesland beschränkt. Der klassische und meistgewählte Baustein.

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Wahlarzt und Privatarzt

Die Kasse ersetzt für Wahlarztbesuche 80 % des Kassentarifs – nicht 80 % der Honorarnote. Die Differenz bleibt bei Ihnen, wenn Sie keine Wahlarztversicherung haben.

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Zahn

Zahnersatz, Implantate, Kieferorthopädie und Prophylaxe. Zahntarife haben meist Wartezeiten und Leistungsstaffeln in den ersten Jahren – genau hinschauen lohnt sich.

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Ambulante Leistungen

Heilbehelfe, Medikamente ohne Kassenerstattung, Physiotherapie, Psychotherapie, alternative Heilmethoden – je nach Tarif mit Jahreshöchstgrenzen.

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Ausland

Behandlungskosten und Rücktransport bei Reisen. Oft als Baustein einer Krankenversicherung enthalten, sonst über eine eigene Reiseversicherung abzudecken.

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Taggeld statt Kostenersatz

Statt Sonderklasse ein fixer Betrag pro Spitalstag, frei verwendbar. Günstiger, aber ohne Anspruch auf Sonderklasse-Leistungen – für manche Situationen die passendere Lösung.

Was es kostet

Monatliche Kosten einer privaten Krankenversicherung

Die häufigste Frage – und die, auf die es keine pauschale Antwort gibt. Die Prämie hängt vor allem von diesen Faktoren ab:

  • Eintrittsalter: Je jünger Sie abschließen, desto niedriger die Prämie – und zwar dauerhaft, weil der Versicherer eine Alterungsrückstellung aufbaut. Ein späterer Einstieg ist deutlich teurer.
  • Gesundheitszustand: Vor dem Abschluss werden Gesundheitsfragen gestellt. Vorerkrankungen können zu Zuschlägen, Ausschlüssen oder Ablehnung führen. Deshalb ist eine ehrliche und vollständige Angabe entscheidend.
  • Leistungsumfang: Sonderklasse österreichweit oder regional, Ein- oder Zweibettzimmer, mit oder ohne Wahlarzt, Zahn und ambulante Bausteine – jede Erweiterung kostet.
  • Selbstbehalt: Tarife mit Selbstbehalt pro Spitalsaufenthalt oder pro Jahr sind spürbar günstiger und für viele die vernünftigere Wahl.
  • Wartezeiten: Üblich sind drei Monate allgemein und neun Monate für Entbindungen. Bestehende Erkrankungen sind oft von der Wartezeit ausgenommen oder ausgeschlossen.
  • Prämienanpassungen: Versicherer dürfen die Prämie unter bestimmten gesetzlichen Voraussetzungen anpassen. Wir zeigen Ihnen, wie sich die Tarife der einzelnen Anbieter in der Vergangenheit entwickelt haben.

Pauschale Preisangaben im Internet führen oft in die Irre, weil sie Alter, Gesundheitszustand und Umfang nicht berücksichtigen. Was eine private Krankenversicherung in Ihrem Fall konkret kostet, rechnen wir mit den aktuellen Tarifen mehrerer Versicherer – kostenlos und unverbindlich.

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Ärztin im Gespräch mit Patientin
Worauf es ankommt

Diese Punkte prüfen wir bei jeder privaten Krankenversicherung

Der Vergleich nach Prämie allein führt in die Irre. Entscheidend ist, was im Leistungsfall tatsächlich bezahlt wird – und ob der Vertrag auch in 20 Jahren noch zu Ihnen passt.

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Geltungsbereich

Sonderklasse nur in Wien und einem Bundesland oder österreichweit? Wer außerhalb des Wohnorts behandelt werden will, braucht den weiten Geltungsbereich.

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Gesundheitsfragen

Unvollständige Angaben können den Versicherer im Leistungsfall zum Rücktritt berechtigen. Wir helfen beim korrekten Ausfüllen – das ist Teil unserer Beratung.

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Familie und Kinder

Kinder können oft ohne Gesundheitsprüfung mitversichert werden, wenn ein Elternteil versichert ist. Auch Entbindung in der Sonderklasse ist ein eigener Punkt mit eigener Wartezeit.

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Wechsel und Kündigung

Die Alterungsrückstellung geht beim Wechsel zu einem anderen Versicherer verloren. Ein Wechsel ist deshalb selten sinnvoll – umso wichtiger, gleich den richtigen Vertrag zu wählen.

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Gruppenverträge

Über Arbeitgeber, Kammern oder Berufsverbände gibt es Gruppentarife mit vereinfachter Gesundheitsprüfung und günstigeren Prämien. Wir prüfen, ob Sie Zugang zu einem haben.

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Steuer

Prämien für private Krankenversicherungen sind bei Neuverträgen seit 2016 nicht mehr als Sonderausgabe absetzbar. Die Versicherungssteuer auf Krankenversicherungen beträgt 1 %.

Hinweis: Angaben zu Kassenleistungen, Wartezeiten und steuerlicher Behandlung beziehen sich auf die derzeit geltende Rechtslage und die marktüblichen Bedingungen. Verbindlich sind die Bedingungen des jeweiligen Versicherers. Diese Seite ersetzt keine Rechts- oder Steuerberatung.

Häufige Fragen

Private Krankenversicherung kurz erklärt

Kann ich in Österreich aus der gesetzlichen Krankenversicherung austreten?
Für Angestellte und die meisten Selbstständigen nein – die gesetzliche Krankenversicherung ist eine Pflichtversicherung. Ein Opting-out gibt es nur für bestimmte Kammerberufe nach dem GSVG, etwa Ärzte, Rechtsanwälte oder Notare, die über ihre Kammer eine gleichwertige Absicherung haben. Für alle anderen ist die private Krankenversicherung immer eine Ergänzung.
Was zahlt die Kasse beim Wahlarzt wirklich?
Die gesetzliche Kasse erstattet 80 % des Betrags, den sie einem Vertragsarzt für dieselbe Leistung bezahlt hätte – also 80 % des Kassentarifs, nicht 80 % Ihrer Honorarnote. Da Wahlärzte in der Regel deutlich mehr verrechnen, bleibt ein großer Teil bei Ihnen. Eine Wahlarztversicherung schließt genau diese Lücke.
Wie lange sind die Wartezeiten?
Marktüblich sind drei Monate allgemeine Wartezeit und neun Monate für Entbindungen. Bei Unfällen entfällt die Wartezeit meist. Beim Wechsel von einem anderen Versicherer werden erfüllte Wartezeiten häufig angerechnet – das prüfen wir für Sie.
Wird die Prämie im Alter unbezahlbar?
Die Prämie steigt nicht allein wegen des Alters, weil der Versicherer von Beginn an eine Alterungsrückstellung bildet. Anpassungen sind aber möglich, wenn sich die Kosten im Gesundheitswesen erhöhen. Wer früh einsteigt und einen Tarif mit Selbstbehalt wählt, hält die Prämie langfristig im Rahmen. Wir zeigen Ihnen die Prämienentwicklung der Anbieter der letzten Jahre.
Lohnt sich eine Zusatzversicherung nur für Wahlärzte oder nur für Zahn?
Ja, das ist möglich und oft sinnvoll: Wer keinen Wert auf Sonderklasse legt, aber regelmäßig Wahlärzte besucht, ist mit einer reinen Wahlarztversicherung günstiger unterwegs. Zahntarife lohnen sich vor allem, wenn größere Behandlungen absehbar sind – wobei die Leistungsstaffeln der ersten Jahre zu beachten sind.

Welche Krankenversicherung passt zu Ihnen und Ihrem Budget?

Wir vergleichen die Tarife mehrerer Versicherer, erklären die Unterschiede und rechnen Ihnen konkrete Prämien – kostenlos und unverbindlich.

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