Ihr Einkommen hängt an Ihrer Arbeitskraft – als Wahlärztin, Kassenarzt oder im Spital. Der Wohlfahrtsfonds der Ärztekammer sichert einen Teil davon ab, aber erst ab drei Monaten Berufsunfähigkeit, mit Anwartschaftspunkten statt Einkommensersatz und mit Bedingungen, die viele erst im Leistungsfall kennenlernen. Pecunia zeigt als unabhängiger Versicherungsmakler in Wien, wie groß Ihre persönliche Lücke ist und wie eine private Berufsunfähigkeitsversicherung sie schließt.
Mit der Eintragung in die Ärzteliste sind Sie Pflichtmitglied des Wohlfahrtsfonds. Er ist die Basis Ihrer Vorsorge – und er hat klare Grenzen.
Die Beiträge richten sich nach dem ärztlichen Einkommen des drittvorangegangenen Jahres – bis zu einem Höchstbeitrag von 34.000 Euro pro Jahr (Beitragsordnung 2025). Vorläufig zahlen Angestellte 11 Prozent des Bruttogrundgehalts, Kassenärzte 9 Prozent des Bruttohonorars.
Die vorübergehende Invaliditätsversorgung setzt erst ein, wenn die Berufsunfähigkeit länger als drei Monate dauert. Wer sechs Wochen ausfällt, bekommt aus dem Fonds nichts – die Ordinationskosten laufen trotzdem.
Die dauernde Invaliditätsversorgung gibt es nur, wenn die Berufsunfähigkeit vor dem 60. Lebensjahr eintritt – und sie setzt voraus, dass Kassenvertrag oder Dienstverhältnis zurückgelegt werden.
Die Höhe bemisst sich nach Anwartschafts- und Bonuspunkten, nicht nach Ihrem tatsächlichen Einkommen. Zur Orientierung: Die Grundpension bei vollen 100 Anwartschaftspunkten beträgt 2026 rund 1.250 Euro im Monat.
Bei Spitalsaufenthalt 16,50 Euro pro Tag, ambulant 6,60 Euro ab dem achten Tag. Ein Zuschuss – kein Ersatz für ein ärztliches Einkommen oder die Fixkosten einer Ordination.
Pflichtbeiträge zum Wohlfahrtsfonds sind bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten Betriebsausgaben, bei Angestellten Werbungskosten. Das gilt auch für freiwillige Zusatzleistungen – wir stimmen die Gestaltung mit Ihrer Steuerberatung ab.
Eine private Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt eine vereinbarte Monatsrente, wenn Sie Ihren Beruf voraussichtlich mindestens sechs Monate zu mindestens 50 Prozent nicht ausüben können. Die Bedingungen entscheiden, ob das im Ernstfall auch für Ärzte gilt.
Der Wohlfahrtsfonds gilt für alle, aber die Absicherung darüber hinaus unterscheidet sich erheblich – nach Anstellung, Ordinationsform und Lebensphase.
Zusätzlich zum Wohlfahrtsfonds besteht Anspruch auf die ASVG-Berufsunfähigkeitspension – allerdings mit Berufsschutz-Prüfung, langen Wartezeiten und einer Ablehnungsquote von rund drei Viertel der Anträge (AK, 2023). Die private BU schließt genau diese Unsicherheit.
Hohe Fixkosten, Personal, Kassenvertrag: Fällt die Ärztin aus, läuft die Ordination weiter – oder steht still. BU-Rente für das Einkommen plus Praxisausfallversicherung für die Kosten, abgestimmt auf Vertretungsregelungen.
Kein Dienstgeber, keine ASVG-Pension, oft Privatordination mit Pauschalbeitrag zum Fonds. Hier ist die private BU meist die einzige einkommensbezogene Absicherung – je früher abgeschlossen, desto günstiger.
Junge Ärztinnen und Ärzte bekommen die besten Bedingungen: niedrige Prämie, meist noch ohne Vorerkrankungen, Nachversicherungsgarantie für die späteren Einkommenssprünge. Der Abschluss in der Ausbildung ist der wirtschaftlich beste Zeitpunkt.
Feinmotorik, Sehkraft, Infektionsrisiko: Hier reicht schon eine kleine Einschränkung, um nicht mehr operieren zu können. Infektionsklausel und Verzicht auf Verweisung sind Pflicht; die Berufsgruppeneinstufung entscheidet über die Prämie.
Der Wohlfahrtsfonds bringt Grund- und Zusatzleistung, aber selten das gewohnte Einkommen. Ergänzend: betriebliche Vorsorge in der Ordinations-GmbH, Fondspolizze ohne KESt oder Pensionszusage – Details auf unserer Seite zur fondsgebundenen Lebensversicherung.
Hinweis: Leistungen und Beiträge des Wohlfahrtsfonds beruhen auf Satzung und Beitragsordnung der Ärztekammer für Wien (Stand 2025/2026) und ändern sich jährlich; maßgeblich sind die jeweils gültigen Fassungen. Die Angaben ersetzen keine Rechts- oder Steuerberatung.
Wir rechnen Ihre Leistungen aus Wohlfahrtsfonds und ASVG gegen Ihr tatsächliches Einkommen und zeigen die Lücke in Euro – kostenlos, unverbindlich und auf Ihre Fachrichtung abgestimmt.